Historische Gebäude

Großkirchheim – Das historische Zentrum des Goldbergbaus

Über Jahrhunderte war Großkirchheim das Zentrum des Goldbergbaus in den Hohen Tauern. Großkirchheim hat eine ungemein wechselvolle Geschichte des historischen Goldbergbaus, war doch die Gemeinde über eine lange Zeitspanne der bestimmende Motor für den Abbau des legendären Tauerngoldes. Noch heute zeugen davon die vielen Gebäude aus dieser Zeit, sowie die einstigen Abbaustätten in den Bergen.  

Mentlhaus

Mentlhaus


Beim Mentlhaus handelt es sich um ein kombiniertes Wohn- und Wirtschaftsgebäude, das zwischen 1650 und 1670 errichtet wurde.
Das Gebäude stand bis 2012 in der Ortschaft Sagritz.
Gebäudeeigentümer war zuletzt Johann Fleißner, vlg. Mentl in Sagritz.

Es ist eines der letzten Bauernhäuser aus dieser Zeit, welches durch die Initiative der Gemeinde nicht außer Landes verkauft wurde.
Dank der Unterstützung und dem Zuvorkommen des ehemaligen Eigentümers konnte das Gebäude über Winter noch stehen bleiben.
Mit dem Abtragen und wieder Errichten wurde 2013 begonnen.

Putzenhof

Mentlhaus


Das Gewerkenhaus „Putzenhof“ wurde etwa in den Jahren 1540—1560 von Melchior Putz von Kirchheimegg erbaut. Der Hof diente zunächst als Landgut und später Goldgräbern als Wohn– und Arbeitsstätte, wovon insgesamt  drei kleine Schmelzöfen zeugten. Als im vorigen Jahrhundert der letzte Bewohner auszog, verfiel der Bau zur Runine und war nur mehr als Scheune genutzt. Beim Wiederausbau in den Jahren 1970 bis 1980 gemachte Grabungsfunde bestätigten Vermutungen, wonach hier schon im Altertum ein Gebäude existierte. Dies dürfte der Grund für Sagen und Legenden sein, die sich um den Putzenhof ranken. Heute beherbergt das Haus ein Restaurant; sehenswert sind die wuchtigen Steingewölbe und Mauern, die einen stimmungsvollen Eindruck vom Leben in der „goldenen Zeit“ Großkirchheims geben. 

Alte Schmelz

Mentlhaus


Die alte Goldschmelze von Döllach wurde stilvoll revitalisiert und beherbergte bis zum Neubau der Nationalpark-Parkdirektion im Jahr 2016/2017 die Nationalparkverwaltung Kärnten. Weiters ist in diesem Haus der der Veranstaltungssaal untergebraucht. 

Schloss Großkirchheim

Mentlhaus


Das Schloss, ehemals Amtshaus der mit dem Goldbergbau beauftragten „Gewerken“ und – zusammen mit dem benachbarten kleineren „Schlössl“ – auch Wohnsitz der vom Salzburger Erzbischof mit den Schürfrechten belehnten Adelsfamilien, befindet sich heute in privater Hand.. Es beherbergte ein Heimatmuseum, das Einblicke in die Geschichte, die Technik und die praktische Arbeit des Goldbergbaus gewährte. Heute ist es ein sehr beliebtes Fotomotiv. 

Schlössl Großkirchheim

Mentlhaus


Das etwa 500 Jahre alte Wohnschloss der Gewerken blieb bis heute in seiner ursprünglichen Bausubstanz erhalten. Mit seinem alten Pferdestall, der Sattelkammer mit ihren Säumerstätten und einer Schmiede erlaubt es einen Blick auf das Leben der Säumer, die im Mittelalter ihre Fracht – hauptsächlich Wein und Salz – auf Pferderücken zwischen Gemona und Salzburg über den Tauernkamm transportierten. Heute befindet das Schlössl im Privatbesitz und wird für Wohnzwecke genutzt. 

Kohlbarren-Zinkhütte

Mentlhaus


-wird gerade touristisch adaptiert (Bild Stand Sommer 2018)

Mitte des 18. Jahrhunderts wurden hier in Döllach, wo aus der Zeit des Goldbergbaus noch die Aufbereitungsanlagen und als günstige Energiequelle die Wasserkraft der Zirknitz zur Verfügung standen, jährlich 600 bis 700 Zentner Zink gewonnen. Das Grundmaterial Galmey schafften mit schweren Pferdefuhrwerken aus Bleiburg bei Villach heran; in der Zinkhütte wurde es zermahlen, geschlemmt und gewaschen und schließlich in speziellen Tonröhren geschmolzen. Trotz allen Fleißes der Belegschaft war der Betrieb unrentabel, verursachte doch der Transport des Galmey auf dem weiten Weg enorme Kosten. Obwohl Zink aus Ungarn viel billiger eingeführt werden konnte, hielt der Staat die verlustreiche Zinkproduktion in Döllach aus sozialen Gründen überraschend lang am Leben.